Im Sommer 1965 entdeckte ein Schwammtaucher rund 1,5 km vor Girne in 30 Meter Tiefe ein geheimnisvolles Wrack. Professionelle Unterwasserarchäologen machten sich 1968/69 daran, den teilweise im Sand verborgenen Rumpf des Schiffes zu bergen. Eine aufwändige, harte und nicht ungefährliche Arbeit, die aber auch eine Fülle interessanter Erkenntnisse mit sich brachte.
Danach war das Schiff ursprünglich circa 15 Meter lang und etwa 4,50 Meter breit und es war schon mindestens 80 Jahre alt, als es um 300 v. Chr. in Küstennähe sank. "Das Schiff von Kyrenia", wie es in der Literatur genannt wird, zählt mit zu den ältesten je geborgenen Schiffswracks. Es war ein Frachtschiff, überwiegend aus dem Holz der Aleppo-Pinie gebaut, das mit vier Mann Besatzung entlang der kleinasiatischen Küste gesegelt war, nachdem es zuvor einige ostägäische Inseln angelaufen hatte. Seinekonservierten Überreste sind in der Burg von Girne zu besichtigen, wo auch Teile seiner Ladung (darunter Amphoren und an die 10.000 Mandeln) und viele Ausrüstungsgegenstände wie Teller, Becher, Löffel, Krüge, Bleiringe usw ausgestellt sind.
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